Ein HEPA-Filter ist ein hocheffizienter Partikelfilter aus gesintertem Glas oder Polypropylen. Er besteht aus dünnen Lagen mikroskopisch feiner Fasern, die zu einem dichten Faltenpaket geformt sind. HEPA (engl. High Efficiency Particulate Air) ist bekannt für seine herausragenden Absorptionseigenschaften und gilt als moderner Standard in der Luftreinigung.
Solche Filter sind für die Entfernung der kleinsten Partikel verantwortlich. Sie reduzieren hochtoxische mechanische Verunreinigungen wie Smog (darunter PM2.5 und PM10) sowie krankheitserregende Viren, Bakterien, Hausstaubmilben, Schimmel- und Pilzsporen. Die Filterleistung ist durch die Filterklasse definiert, die Werte von E11 bis H14 annehmen kann – je höher die Klasse, desto höher die Effizienz.
Hersteller von Luftreinigern wählen die jeweils passende HEPA-Klasse für ihre Geräte, um entweder die höchste Filterleistung für bestimmte Schadstoffe zu erreichen oder das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.
In Luftreinigern kommen HEPA-Filter der folgenden Klassen zum Einsatz:
- EPA E10, Wirkungsgrad ≥ 85 %
- EPA E11, Wirkungsgrad ≥ 95 %
- EPA E12, Wirkungsgrad ≥ 99,5 %
- HEPA H12, Wirkungsgrad ≥ 99,95 %
- HEPA H13, Wirkungsgrad ≥ 99,995 %
- HEPA H14, Wirkungsgrad ≥ 99,9995 %
In Haushalts- und Büroraumluftreinigern ist HEPA H14 derzeit die höchste verwendete Filterklasse. Sie kann ultrafeine, besonders gefährliche Partikel wie PM0.1 und PM0.3 blockieren, die sonst direkt über die Atemluft in den Blutkreislauf gelangen könnten.
Die Effektivität von HEPA H14-Filtern ist durch zahlreiche Studien und Tests belegt und liegt bei mindestens 99,995 %. Aufgrund ihrer hohen Leistung kommen sie in besonders sterilen Umgebungen zum Einsatz – für den Hausgebrauch sind sie besonders für Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen zu empfehlen.